leich hinter dem Parkplatz führt der Fußweg (Schild »Molden«) linkerhand in den Wald hinein. Ca. 300 Meter wandert man unter dichten Nadelbäumen,
bevor es dann auf einem rot markierten Pfad weiter geht, der schließlich in einen Fahrweg mündet. Diesem folgt man bergauf und hat nach ungefähr 30 Minuten Skjoldnaklanten erreicht (Schild), eine erste schöne Aussichtsmöglichkeit.
Der Blick schweift über das breite, waldreiche Tal, über Wiesen und Felder. Dazwischen liegen kleinere Ansiedlungen und alte Gehöfte. Der Rv 55 windet sich wie ein graues Band durch das Tal und über all dem thronen Schnee bedeckt die Berge Breheimens. Mit Hilfe der Karte lassen sich die Namen zweier Spitzen leicht bestimmen: es sind der 1352 m hohe Krokberg und der 1066 m hohe Hogaleinene.
Wieder zurück auf dem Fahrweg, biegt man in einer großen Kurve links ab und folgt einem kleinen, markierten Pfad weiter bergauf. Den Wald lässt man nun bald hinter sich. Vorbei an der Seter Vindsete, die etwas vom Weg entfernt steht, erreicht man kurz darauf die Seter Svarthiller. Hier kann man gemütlich auf einer Bank rasten und den Atem beraubenden Blick über die Landschaft genießen.
Von der Rückseite der Hütte aus ist auf einem grünen Hügel die Siedlung Mollandmorki
zu erkennen, und von der anderen Fjordseite her grüßt Ornes, eine markante Landzunge. Hoch über dem Fjord gelegen und mit bloßem Auge kaum auszumachen, befindet sich dort Urnes Stabkirche, die älteste des Landes. Auf dem tiefgrün schimmernden Fjord weit unten verkehrt in regelmäßigen Abständen eine kleine Autofähre und verbindet Solvorn mit Ornes.
Um die Hütte herum stehen lediglich noch vereinzelt einige dünne Birken und Büsche. Von hier verläuft der Weg nun über zunehmend steinigeren Untergrund steiler bergauf, bevor schließlich das Plateau mit den beiden Gipfeln (1116 und 1118 m) des Molden erreicht ist. Zunächst gelangt man zu einer steinernen Gipfelmarkierung. Wer möchte, kann sich hier in ein kleines Büchlein eintragen. Auf einer zweiten Erhebung befinden sich große Antennen des regionalen Radiosenders.
Dies hier ist kein Gipfel, auf dem man lediglich rastet, sondern vielmehr einer, der Schritt für Schritt erwandert werden will. Die Aussicht erscheint hier von jeder Stelle immer wieder anders und ist einfach unbeschreiblich. Der Blick folgt dem Fjord bis an dessen Ende bei dem kleinen Ort Skjolden. Östlich davon sind Teile des Sognefjells erkennbar und im Westen die Gipfel Breheimens. Von hier oben schaut man sogar dem Jostedalsgletscher "auf's Dach". Dessen längste Zunge, der Tunsbergdalsbre, strahlt leuchtend weiß herüber.
Der Rückweg erfolgt identisch - vorausgesetzt, man kann sich von diesem herrlichen Panorama trennen.
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