Gaustatoppen - höchster Berg Südnorwegens
Der Gaustatoppen

Gehzeit:

insgesamt:
ca. 3,5 bis 4 Stunden

Distanz:

etwa 12 km

Höhen-
  meter:

knapp 700 m

mailGitta Doebert

Schwierigkeitsgrad:

Zunächst unproblematische Bergwanderung, die jedoch auf den letzten Metern zum Gipfel einiges an Schwindelfreiheit voraussetzt.

Anfahrt:

Von der E 134 zwischen Notodden und Seljord bei Sauland auf einem landschaftlich sehr, sehr schönen Nebenweg Richtung Rjukan abbiegen. Über Tuddal und Kovstulheia-Fjellet gelangt man direkt zum weithin sichtbaren Gausta (Foto).

Parken:

Wanderparkplatz am Heddersvatn, gut erkennbar am Kiosk und einer Infotafel.

Karte:

TK 1:50 000, Blatt 1614 IV Rjukan

Besonderheiten:

Bei guter Sicht ein phantastischer Ausblick über weite Landesteile. Am besten so früh wie möglich losgehen, um das herrliche Panorama vom Gipfel aus in Ruhe genießen zu können.

Wissenswertes:

Seit den 1930er Jahren befindet sich hier eine Wetterstation. Die bewirtschaftete Gaustahütte unterhalb des Gipfels wird durch eine Zahnradbahn beliefert, die durch einen eigens gebohrten Tunnel führt. Den (leider) weithin sichtbaren Turm (bei der Hütte) errichtete die deutsche Wehrmacht in der Zeit der Besetzung Norwegens durch die Deutschen.

ausprobiert von: mailGitta Doebert ( Sommer 1995)

 

leich beim Parkplatz beginnen die roten Markierungen des DNT Der Gausta aus der Ferne (links im Bild) und weisen Richtung Nordwesten. Der bald sehr steinige, jedoch breite und gut erkennbare Weg verläuft zunächst relativ eben, im weitern Verlauf jedoch steiler bergan. In dem monoton erscheinenden Geröll sind die wenigen Pflänzchen willkommene Farbtupfer. Ein Bach kreuzt den Weg, bevor dieser nun steiler ansteigt, nachdem ein Sattel zwischen den Erhebungen Gaustaråen (W) und Stavsronuten (O) durchquert wurde.
 
Nach etwa 1 Stunde Gehzeit ist die Abzweigung nach Svineroi (rechts) erreicht. Nicht weit entfernt erreicht man eine weitere Weggabelung, an der ein Pfad hinab ins Gausdalen führt. Der Gipfelgrat Den Gipfel immer vor Augen, folgt man jedoch weiterhin den Markierungen, die deutlich erkennbar in nördliche Richtung leiten. Der Weg geht nun über Geröll und kleinere Felsbrocken etwas steiler hinauf. Bald schon steht man dann vor der Gaustahütte, in der man auch übernachten kann. Sie ist ganz aus Stein erbaut und wurde Ende der 1990er Jahre modernisiert.
 
Auch von hier ist die Aussicht bereits recht schön, wer jedoch das gesamte "unverbaute" Panorama genießen möchte, hat jetzt noch eine etwa 15 Minuten dauernde Kletterpartie vor sich - vorausgesetzt, man ist schwindelfrei. Der eigentliche Gipfel liegt nämlich etwa 500 m entfernt am Ende eines lang gezogenen Grats, der gänzlich aus großen Felsbrocken besteht. Gleich hinter der Hütte folgt man den Markierungen.
 
Eines der schönsten und faszinierendsten Panoramen Norwegens ist schließlich die Blick über die Hardangervidda Belohnung. Etwa 15% der Fläche des Landes lassen sich hier bei guter Sicht überblicken. Unten im tief eingeschnittenen Tal liegt der Ort Rjukan und auf der anderen Talseite reicht der Blick weit über die herrliche Hardangervidda. In der Ferne erkennt man die leuchtend weiße Kuppe des Hardangerjøkulen.
 
Der Rückweg verläuft identisch.

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