Der Pilz des Monats Juni 2008

Strubbelkopf-Röhrling

Strubbelkopf-Röhrling

Strubbelkopf-Röhrling

- Strubbelkopf-Röhrling -
- Strobilomyces Strobilaceus -
- Norwegisch: Name -
- kein Speisepilz -


Gattungszuordnung

Der Strubbelkopfröhrling ist einzuordnen in die
- Klasse der Ständerpilze (Basidiomycetes)
- Ordnung der Röhrlingsverwandten (Boletales)
- Familie der Strubbelkopf-Röhrlingsartigen (Strobilomycetaceae)
- Gattung der Strubbelköpfe (Strobilomyces)



Der Strubbelkopf-Röhrling in der Literatur

Titel Autor Seite
- Der große BLV-Pilzführer Ewald Gerhardt 494/2
- Der große Kosmos-Pilzführer Hans E. Laux 52/3
- Sopp i Norden og Europa Bo Nylén / Per Marstad 145/1
- 1200 Pilze Rose Marie Dähnke 17
- Svampar / Pilze Rymann / Holmåsen 209/1
- Pareys Buch der Pilze Marcel Bon 48/5

Weitere Literatur zur Bestimmung von Pilzen ist auf unserer Literaturseite aufgeführt.


Beschreibung der Art:

Hut bis 15 (18)cm breit jung fast kugelig, noch den Stiel umschließend und dann an einen Ring erinnernd, bald jedoch aufschirmend und dann abgeflacht, die Randzone mit deutlich überhängenden Fransen, Hutoberfläche feldrig aufbrechend, weißgrau bis aschegrau und mit vielen groben schwärzlichen Schuppen dachziegelartig bedeckt,
Röhren eckig, eng stehend, lang etwas am Stiel herablaufend, weißlichgrau, bei Sporenreife dunkelgrau verfärbend, Poren an Druckstellen schwärzlichgrau werdend,
Stiel bis 15x3 cm zylindrisch längsfasrig und fest, gern verbogen, Oberfläche flockig-fransig mit weißlich-grauer Farbe, an Druckstellen schwärzend, Stielbasis bald brüchig,
Fleisch dick, weich, erst weißgrau doch bei Verletzung rasch rötend und anschließend schwärzend, Geruch ohne, Geschmack mild aber nicht angenehm, Spp: dunkel schwarzbraun


Strubbelkopf-Röhrling

Strubbelkopf-Röhrling

- Strubbelkopf-Röhrling -
- Strobilomyces Strobilaceus -
- Norwegisch: Name -
- kein Speisepilz -



Vorkommen

Juli bis Nov. vor allem unter Fichten und Buchen auf besseren Böden, auf sauren Böden insbesondere auf Sandstein gänzlich fehlend.


Verwechslungen

Der Düstere Röhrling, auch Porphyr-Röhrling genannt, könnte mit dem Strubbelkopf-Röhrling verwechselt werden, wenn man seine glatte Hutoberfläche im Gegensatz zu der wirr strubbelkopfartigen Hutoberfläche unseres Pilz des Monats nicht beachtet. Bereits der Name sagt aus, dass auch dieser Pilz mit düster schwarzbraunen bis gräulichen Farben daher kommt. Er kommt mehr in sauren Wäldern im Bergland vor und soll lt. Literatur essbar sein, schmeckt aber schärflich-muffig bis säuerlich-bitter und gehört deshalb für mich nicht in den Kochtopf.


Düsterer Röhrling

Düsterer Röhrling

Düsterer Röhrling

- Düsterer Röhrling / Porphyr-Röhrling -
- Porphyrellus porphyrosporus -
- Norwegisch: Name -
- mäßiger Speisepilz / kein Speisepilz -



Verwertung

Es handelt sich hier um einen trotz seiner düsteren Farben schön anzusehenden Pilz, der aber leider nicht genießbar ist.

Es gibt kein Rezept für Strubbelkopfröhrlinge.


Besonderer Tipp für Nordlandreisende

Der Strubbelkopfröhrling ist zumindest in Norwegen sehr selten und bisher nur aus Aust-Agder in Südnorwegen (Arendal) bekannt.